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Aktuelle Nachrichten aus Politik, digitale Welten, Wirtschaft sowie Börse und Kunst/Kultur:
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Gutachten erklärt "Google Street View" für teilweise gesetzeswidrig
"Google Street View" dürfte einem Rechtsgutachten zufolge aus Datenschutzgründen in Deutschland keine Aufnahmen von Einfamilienhäusern oder kleinen Mehrfamilienhäusern verbreiten. Auch Gebäude in ländlichen Gegenden dürften nicht fotografiert werden, heißt es in der Expertise des Karlsruher Zentrums für angewandte Rechtswissenschaft.
Quelle: Abendblatt, Handelsblatt, Spiegel
Nicht nur die Wirtschaft steckt in der Krise,
sondern auch ihre Sprache. Auf jährlich eine Milliarde Euro schätzen Experten den Schaden, der in der deutschen Wirtschaft durch unverständliche und nichtssagende Werbetexte entsteht.
Quelle: Handelsblatt
Urteile zum E-Mail-Marketing
Diese drei Urteile sind wichtig für Sie, wenn Sie einen eigenen E-Mail-Adressverteiler haben und aktiv Adressen gewinnen
Bundesgerichtshof klärt E-Mail-Marketing in zwei Fällen: Die neuen Urteile könnten für Sie wichtig sein, wenn Sie eine der Fragen mit „ja“ beantworten:
1. Erheben Sie E-Mail-Adressen im Rahmen von Formularen oder Bestellungen?
2. Versenden Sie E-Mail-Anfragen an potenzielle Geschäftspartner?
3. Verwenden Sie bei der Adressgewinnung das Confirmed-Opt-In-Verfahren?
http://www.marketing-boerse.de/Fachartikel/details/E-Mail-Urteile
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Sprechen mit Herz – Gewaltfreie Kommunikation
Unsere Streitkultur lässt oft zu wünschen übrig. Statt konsensorientiert miteinander zu kommunizieren, wird angegriffen, gedroht, verteidigt, verletzt. Dass es auch anders geht, zeigt der Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation. Selbst bei aussichtslos erscheinenden Krisen trägt die Methode zur besseren Verständigung bei. Umso erstaunlicher, dass die GFK im Trainingsbereich vergleichsweise wenig Anwendung findet ...
Szenario einer Auseinandersetzung: Susanne Brühl fühlt sich von ihrer Kollegin übergangen. In der Arbeitsbesprechung am Nachmittag hatte diese über ihr laufendes Projekt informiert und die Schlüsseldaten an den Chef und zwei weitere Mitarbeiter im Team ausgegeben, nicht aber an sie. „Das ist doch Absicht“, denkt sich Brühl. Nach der Besprechung stellt sie ihre Kollegin zur Rede: „Warum habe ich vorhin eigentlich keine Unterlagen zu Deiner Arbeit erhalten? Deutlicher hättest Du ja nicht zeigen können, dass Du mich ausgrenzen willst!“ Ihre Kollegin ist erst irritiert, dann kontert sie: „Was heißt denn hier ausgrenzen wollen? Du musst nicht über alles Bescheid wissen. Ist echt anstrengend mit Deinem übertriebenen Arbeitseifer. Überall musst Du Deine Nase drin haben ...“
Auf das Verhältnis von Susanne Brühl und ihrer Kollegin sowie deren weitere Zusammenarbeit dürfte sich dieser Zwischenfall wohl kaum positiv auswirken. Dabei hätte es ganz anders laufen können. Szenario zwei der gleichen Ausgangssituation: In einer ruhigen Minute geht Susanne Brühl auf ihre Kollegin zu und sagt: „In der Besprechung heute Nachmittag haben die anderen Unterlagen mit Deinen Projektdaten erhalten, ich aber nicht. Das ärgert mich, denn ich wäre auch gerne informiert über das, was bei Dir läuft. Schließlich könnte es Überschneidungen zu meinem Projekt geben. Würdest Du mir daher die Infos bitte nachreichen?“
Die Beispiele zeigen: Worte können Mauern sein – oder Fenster. Dieser Ausspruch ist der von Marshall B. Rosenberg entwickelten Gewaltfreien Kommunikation entlehnt. Der US-Amerikaner beobachtete bereits in jungen Jahren, dass Worte häufig zu Verletzungen und Leid führen – sowohl bei uns selbst, als auch bei anderen.
Interview
mit Web-2.0-Kritiker Andrew Keen
„Web-2.0-Ideologen sind wirtschaftliche Analphabeten“
Kaum
ein Experte ohne Blog, keine Weiterbildungskonferenz ohne
das Thema Social Software – die Zahlenkombination
2.0 ist omnipräsent. Jetzt wird die allgemeine Euphorie
durch eine kritische Stimme gestört: In seinem Buch „The Cult of the Amateur“ geißelt der
Medienunternehmer Andrew Keen die Web-2.0-(R)Evolution
als Untergang unserer Kultur und Angriff auf unser Wirtschaftssystem.
managerSeminare traf den Autor zum Interview.
Web-2.0-Welt – Wann Wikis wirken
Wikipedia
war erst der Anfang. Mittlerweile gibt es in vielen Unternehmen
Datensammlungen im Intranet, die auf dem Wiki-Prinzip
fußen. Das Besondere daran: Jeder darf mitmachen
und seine Ideen aufschreiben, auch wenn diese noch nicht
voll ausgereift sind. Denn Wikis sind Gemeinschaftsprojekte
in ständigem Wandel. Dennoch sind sie keine Selbstläufer:
Sie funktionieren nicht automatisch. Und schon gar nicht
in jedem Unternehmen.
Das Auswärtige Amt einrichten,
eine Luxusyacht ausstatten, das Hauptportal der Dresdner
Frauenkirche gestalten - bei den Deutschen Werkstätten
Hellerau ist kein Auftrag wie der andere. Und genau darin
liegt eine Herausforderung: Jedes Projekt produziert viel
Know-how und Wissen, das verwaltet werden will.
Bislang setzte die bekannte Dresdner
Traditionsfirma dabei auf Papier - mit mäßigem
Erfolg. Um das Rad nicht jedes Mal neu erfinden zu müssen,
entschied man sich deshalb vor rund einem Jahr für
die Einführung eines Wikis.
In diese Datensammlung im Intranet tragen die Mitarbeiter
seitdem alles ein, was sie während eines Projektes
gelernt haben: Wie wurde der Auftrag akquiriert? Wer lieferte
welches Material? Welcher Klebstoff haftete nicht an welcher
Oberfläche und warum?
Das Besondere daran: Jeder Mitarbeiter, vom Schreiner
bis zum Geschäftsführer, kann die Einträge
lesen, selbst Texte einstellen oder die Beiträge
anderer ändern. Schon jetzt habe sich dieser Wissensspeicher
bewährt, meint Matthias Wessel, leitender Konstrukteur
bei den Deutschen Werkstätten Hellerau: „Die
meisten Mitarbeiter haben das Wiki als Startseite auf
ihrem Rechner eingestellt.“
Wissen erfassen, ohne teure Technik,
umfassende Regelwerke und zentrale Steuerung - das verspricht
das Wiki-Prinzip: Mitarbeiter, die sich mit einem Thema
gut auskennen, stellen ihr Wissen ins Firmennetz. Andere
Nutzer können die Beiträge korrigieren, ergänzen
oder löschen - alles freiwillig und unentgeltlich.
Es gibt keine zentrale Redaktion oder Kontrolle. Im Wiki
ist für den Erfahrungsbericht eines Vertrieblers
genau so viel Platz wie für das Profil eines Lieferanten.
Creative Work -
Arbeit zwischen Genuss und Gewinn
Die
Kreativen kommen. Jedenfalls hat Zukunftsforscher Matthias
Horx eine wachsende Gruppe von Werktätigen auf seinem
Trendbarometer geortet, die Wert darauf legt, sich im
Job mit eigenen Ideen zu verwirklichen. Gleichzeitig zeigt
das Horx’sche Barometer an, dass Firmen nur durch
kreatives Denken und Handeln im Wettbewerb bestehen können.
Gute Voraussetzungen also für die Kreativen - sofern
es die Unternehmen schaffen, deren Ansprüchen gerecht
zu werden...
Bei Google dürfen die Mitarbeiter
nach Lust und Laune spielen. 20 Prozent ihrer Arbeitszeit
verbringen sie mit Herumexperimentieren. Was wie ein Auswuchs
der zappeligen Computer-Kids-Generation wirkt und Chefs
in anderen Unternehmen auf die Palme bringen würde,
ist bei dem Internet-Suchdienstleister geschäftliches
Kalkül. Dort entstehen neue Produkte nicht am Reißbrett
oder in Strategiemeetings, sondern sie entwickeln sich
aus den Interessen der Angestellten.
Das Unternehmen stellt zu diesem
Zweck Freiräume zur Verfügung und verzichtet
auf Erfolgszwang - mit Erfolg: Auf dem internationalen
Parkett kann Google nach wie vor seine Stellung als Vorzeigekreativitätsschmiede
behaupten.
Nach
den Voraussagen des Kelkheimer Zukunftsinstitutes von
Matthias Horx werden es dem Suchdienst bald viele Unternehmen
gleichtun. „Arbeiten Sie noch oder spielen Sie schon?“,
fragte Horx denn auch die Teilnehmer seines Zukunftskongresses
2007, der im Juni unter dem Motto „Work, Life, Play“
die neuen Parameter der Arbeitswelt absteckte. Horx' Prognose:
Arbeit wird in den nächsten Jahren fast überall
- das heißt auch in konservativeren Branchen und
Firmen - kreativer. „In der sich formierenden Ideenwirtschaft
entsteht Wertschöpfung auf der Basis einer kreativen
Synthese von Wissen, Services und Innovationen“,
betonte der Zukunftsforscher.
Auch Untersuchungen der Deutsche
Bank Research weisen darauf hin, dass sich die Wertschöpfungsmuster
der deutschen Wirtschaft in den kommenden Jahren (zwangsläufig)
verändern werden. Die DB-Researcher gehen in ihrem
Zukunftsszenario „Expedition Deutschland“,
das die Entwicklungen bis zum Jahr 2020 prognostiziert,
davon aus, dass deutsche Firmen ihre Stellung auf den
Weltmärkten künftig durch Kreativitätsexporte
behaupten werden.
Ein Blick in die Welt des Web 3.0
Nach
Web 2.0 kommt Web 3.0. Das scheint ein Naturgesetz zu
sein. In der Software-Entwicklung zeigt die höhere
Zahl vor dem Punkt stets an, dass man es mit einer grundlegend
überarbeiteten Version zu tun hat. Stimmt das auch
fürs Web? Internet-Dienstleister Marco Ripanti mit
einem Ein- und Ausblick.
Bei einigen Trainern ist Web 2.0
noch gar nicht angekommen, bei anderen schon wieder als
Buzzword verschrien. Für manche Trainer ist das Internet
erst interessant geworden durch die Mitmachmöglichkeiten,
wiederum andere halten vom Ansatz des Mitmachwebs gar
nichts. Wie dem auch sei: Richtig genutzt, können
Trainer bereits durch die Anwendung der Web-2.0-Tools
Zeit sparen, da Arbeitsprozesse erneuert oder beschleunigt
werden. Gleichzeitig, das muss man zugeben, können
Trainer durch die Vielzahl an unterschiedlichen Diensten
auch leicht den Überblick verlieren.
Nicht
zuletzt aus diesem Grund schreit Web 2.0 geradezu nach
einem Sequel, nach einem Web 2.5 oder 3.0, das viele der
heutigen Einzeldienste in großen Lösungen aufgehen
lässt. Im Zusammenhang mit Web 3.0 fällt oft
auch der Begriff „Semantisches Web“. Doch
was heißt das eigentlich?
Das semantische Web, so schreibt
Wikipedia, ist eine Erweiterung des World Wide Web. Das
heißt: Die Informationen im Web sollen zusätzlich
zu der für Menschen lesbaren Form auch in einer für
Maschinen verarbeitbaren Form repräsentiert werden.
So würden etwa Suchanfragen aufgrund ihres Bedeutungsinhalts
bearbeitet, nicht mehr nur aufgrund ihrer Schreibweise.
Die Idee ist u.a., Artikel, Inhalte,
Autoren zueinander in Beziehung zu bringen - sei es inhaltlicher,
struktureller oder kontextueller Art. Auf diese Weise
werden Inhalte bewertet, und zwar ohne das Zutun des Autors
oder der Leser.
Präsentationskunst
Powerpoint ohne Pointen
Powerpoint
ist zum Medium schlechthin für Präsentationen
geworden. Jeder nutzt das hilfreiche Programm ganz selbstverständlich.
Falls Sie allerdings doch Fragen haben, worauf man beim
Präsentieren mit Powerpoint achten sollte - kein
Problem: Josef W. Seifert hat zehn Tipps für Sie,
wie Sie kein Fettnäpfchen auslassen, das Ihnen Powerpoint
zur Verfügung stellt. Eine ironische Betrachtung.
Tipp 1: Geben Sie zu Beginn keine inhaltliche Übersicht!
Inhaltliche Orientierung - das
weiß jeder - schmälert die Spannung. Wenn jedem
von Anfang an klar ist, wie die Präsentation jetzt
ablaufen wird und welche Aspekte angesprochen werden,
braucht er ja nicht ständig nach Orientierung zu
suchen und kontinuierlich zu überlegen, wie das Ganze
zusammenhängt. Verzichten Sie bewusst darauf, einen
Überblick zu geben! Beim Arbeiten mit Powerpoint
wäre das sowieso nicht sinnvoll, da die erste Darstellung
ja nicht sichtbar gehalten werden kann und sich die Gliederung
ohnehin kein Mensch merken wird.
Verzichten
Sie auch auf Wiederholungen und bieten Sie die Gliederung
nicht immer wieder aufs Neue an. Man könnte vermuten,
dass die Agenda am Beginn jeder neuen Sinneinheit noch
mal gezeigt, hilfreich sein könnte. Das Gegenteil
ist der Fall: Die Gäste erinnern sich, das schon
gesehen zu haben, sie verstehen den Gesamtzusammenhang
immer besser und verlieren so den Blick fürs Detail.
Tipp 2: Bleiben Sie methodisch
eindimensional!
Für „Powerpointianer“
verbietet sich eine Ergänzung durch ein anders Medium,
etwa durch ein Flip-Chart, auf dem die Agenda sichtbar
gehalten werden könnte! Ein Medienmix würde
obendrein den Eindruck erwecken, als hätten Sie es
nötig, sich vorab Gedanken zu machen, wie Sie Ihre
Präsentation nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch-didaktisch
sinnvoll aufbauen und welche Medien für welchen Schritt
hilfreich sein könnten.
Verständlich
schreiben
- Die Kraft der klaren Worte
Beamtendeutsch,
Wirtschaftskauderwelsch und Phrasendrescherei: Unverständliche
Sprache begegnet einem allerorts. Dabei kosten schwer
zu enträtselnde Formulierungen in Memos, Leitbildern
und Online-Auftritten Unternehmen Zeit und Geld. Sie demotivieren
Mitarbeiter und verwirren Kunden. Schreibcoach Markus
Reiter mit einem Plädoyer für mehr Achtsamkeit
beim Schreiben.
„Es wurde eine Prozesskostenanalyse
durchgeführt, und wir machen Kostenplausibilisierungen
durch den Einsatz von Schattenkalkulationen. Der Projektfortschritt
wird durch Quality Gates überwacht“, schreibt
ein leitender Angestellter in einer Mitarbeiterzeitschrift
eines süddeutschen Konzerns. „Die zielgruppenspezifische
und personifizierte Kommunikation erhält zunehmendes
Gewicht. Das Dialogmarketing prägt künftig verstärkt
das Kommunikationsmanagement“, heißt es in
einer Zeitschrift für Handwerker.
Das
sind nur zwei Beispiele kryptischer Texte von unzähligen.
In vielen Unternehmen wuchert in Mitarbeiter- und Kundenzeitschriften,
im Internet und Intranet, in Mitarbeiterinformationen
und Firmenbroschüren ein Kauderwelsch aus nichtssagenden
deutsch-englischen Kunstbegriffen, abenteuerlichen Satzkonstruktionen
und aufgeblähten Formulierungen.
Diese Blähsprache ist keineswegs
nur ein Ärgernis für Sprachpuristen. Viele Mitarbeiter,
Lieferanten und Kunden verstehen schlichtweg nicht, was
man ihnen mitteilen will. Und diese Unverständlichkeit
kostet Geld und Zeit, verursacht zusätzliche Arbeit,
führt zu Fehlentscheidungen und kann die Personalführung
erheblich erschweren. Die Gründe hierfür liegen
auf der Hand…
Suchmaschinen-Marketing weiter auf dem Vormarsch
Die
stürmische Marktentwicklung des Suchmaschinen-Marketings
(SEM) hat sich 2006 offenbar fortgesetzt. So stiegen die
Gesamtausgaben um 80 Prozent auf rund 710 Millionen Euro,
wie aus der Jahreanalyse des Suchmaschinen-Preisindexes
"Spixx" hervorgeht. Die Preisexplosion aus dem
Jahr 2005 fand jedoch keine Fortsetzung.
Die Studie vergleicht
die Entwicklung in verschiedenen Kategorien des Indexes.
Hinzu kommen Marktzahlen, Analysen und Experten-Statements.
Seit März 2004 erstellt Explido WebMarketing den
Spixx und wertet monatlich 180 wichtige Keywords aus 15
Kategorien aus.
Auch
die Studie "Die europäische Suchmaschinen-Marketing-Landschaft
2006" des Internet-Dienstleisters DoubleClick bescheinigt
SEM ein hohes Wachstum. Der Studie zufolge wurde im vergangenen
Jahr erstmals mehr Geld für das Suchmaschinen-Marketing
ausgegeben als für "klassische" Online-Anzeigen.
Dabei entfällt der Löwenanteil im Ländervergleich
auf Großbritannien, das den europäischen Suchmaschinen-Markt
mit 44 Prozent klar dominiert. Frankreich erwies sich
als der am schnellsten wachsende Markt, während Deutschland
sich angesichts seiner Größe noch nicht voll
entfalten konnte.
Verpackungsdesign:
Verbraucher sind überfordert
Über
Erfolg oder Misserfolg einer Verpackung entscheiden am
Regal zwei bis drei Sekunden, sagen Hirnforscher. In dieser
Zeit können die Verbraucher durchschnittlich rund
vier Informationen aufnehmen, hat jetzt die Marken- und
Designberatung SOLUTIONS ermittelt - und plädiert
für eine neue Einfachheit im Verpackungsdesign.
In der Studie testeten die Hamburger
Markenspezialisten, die Kunden wie Beiersdorf, Procter
& Gamble und Dr.Oetker betreuen, in 59 Interviews
insgesamt 150 Verpackungen unterschiedlicher Brands und
Hersteller aus den Bereichen Food und Non Food. Die Produkte
wiesen dabei zwischen vier und 14 Botschaften von Logo,
Slogan und Bildern bis zu Benefits, Portionsangaben und
Anwendungshinweisen auf. Im Schnitt waren dabei drei Bilder
integriert sowie drei bis fünf Nutzen beschrieben.
Im Bereich Food enthielten 30 Produkte
im Mittel sechs Informationen, aber 50 Produkte durchschnittlich
12 Informationen. Im Bereich Non Food waren es 30 Produkte
mit 5 Informationen auf der Verpackung. 40 Produkte lagen
dagegen mit 11 Informationen deutlich höher.
Eine
deutliche Überforderung für den Verbraucher,
erklärt Holger Prüßner, CEO von SOLUTIONS:
"Viele Anbieter bleiben auf ihrer Verpackung lieber
ungenau, um ja keinen möglichen Nutzer zu verprellen."
Die Folge sei die Frustration der Kunden, die die beabsichtigte
Differenzierung der Informationen nicht nachvollziehen
könnten. Die Folgen: Der Produktnutzen bleibt nebulös,
in vielen Fällen verwechselten die Probanden die
Marken. "Erfolgreiches Packaging setzt auf Deutlichkeit
und hält eine klare, strategische Informationshierarchie
ein", so Prüßner. Der Fokus in der Gestaltung
solle auf den exakt definierenden Kategorien "Marke",
"Bezeichnung" und "Hauptbenefit" liegen.
Insbesondere bei der Einführung
neuer, vom Verbraucher noch nicht "gelernter"
Produkte, kann die Überforderung gravierende Folgen
haben - den Boykott am Regal. 45 Prozent der Teilnehmer
einer Befragung des Marktforschungsinstituts research
international, Hamburg, hatten Schwierigkeiten, den Benefit
einer Produktinnovation zu ermitteln. 60 Prozent schützten
sich vor dem Informations-Overkill, indem sie sich neuen
Produkten gegenüber verschließen. Was nicht
verstanden wird, bleibt eben im Regal liegen.
Mit
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